Dein Hund kommt vom Spaziergang nach Hause, legt sich hin – und beginnt sofort, intensiv an seinen Pfoten zu lecken oder zwischen den Zehen zu knabbern?

Gerade im Spätsommer kann hinter diesem Verhalten ein winziger Parasit stecken: die Herbstgrasmilbe.

Was harmlos klingt, kann für Hunde ausgesprochen unangenehm werden. Besonders die Larven verursachen teilweise starken Juckreiz und Hautreizungen. Typische Stellen sind Pfoten, Zehenzwischenräume, Beine, Bauch und Ohren.

Was sind Herbstgrasmilben eigentlich?

Die Herbstgrasmilbe trägt den wissenschaftlichen Namen Neotrombicula autumnalis.

Nicht die erwachsene Milbe macht unseren Hunden Probleme, sondern ihr Larvenstadium. Die Larven sind nur etwa 0,2 bis 0,3 Millimeter groß, besitzen sechs Beine und fallen durch ihre typische orange bis orange-rote Farbe auf.

Sie entwickeln sich im Boden, klettern auf Gräser und gelangen von dort auf Hunde, Katzen, andere Säugetiere oder Menschen. Eine direkte Übertragung von Hund zu Hund findet nicht statt.

So sieht eine Herbstgrasmilbe aus

Stark vergrößerte orangefarbene Herbstgrasmilbe auf einem grünen Grashalm
Stark vergrößerte Darstellung – die Larven sind in Wirklichkeit nur winzige orange Punkte.

Mit bloßem Auge wirken sie eher wie kleine orange oder rötliche Punkte. Mehrere Larven können fast an feinen orangefarbenen Staub oder kleine Krümel auf der Haut erinnern.

Gerade deshalb lohnt es sich, die Zehenzwischenräume bei verdächtigem Juckreiz sehr genau anzusehen.

Wann haben Herbstgrasmilben Saison?

In Mitteleuropa beginnt die problematische Zeit bereits im Sommer. Besonders häufig treten die Larven zwischen Juli und Oktober auf. Warmes, sonniges und trockenes Wetter begünstigt ihre Aktivität. Wiesen und Waldränder gehören zu den typischen Kontaktorten.

August und September sind klassische Monate, in denen plötzliches Pfotenlecken mit Herbstgrasmilben zusammenhängen kann.

Warum leckt der Hund bei Herbstgrasmilben seine Pfoten?

Die Larven setzen sich bevorzugt an dünnen, gut zugänglichen Hautstellen fest: zwischen den Zehen, an Pfoten und Krallenfalz, an Beinen, Bauch, Leiste und Ohrmuscheln.

Sie reizen die obersten Hautschichten. Der Hund reagiert mit Juckreiz – und leckt. Irgendwann wird aus einem kleinen Hautproblem ein Hund, der gefühlt beschlossen hat, seine Pfote eigenständig wegzupolieren.

Ständiges Lecken und Knabbern reizt die Haut zusätzlich.

Typische Symptome von Herbstgrasmilben beim Hund

  • plötzliches intensives Pfotenlecken
  • Knabbern zwischen den Zehen
  • vermehrtes Kratzen und Unruhe
  • gerötete Haut
  • kleine orangefarbene Punkte
  • Krusten oder Pusteln
  • Fellverlust durch Lecken oder Kratzen
  • gereizte Bereiche an Ohren, Bauch oder Beinen

Der Juckreiz kann noch eine Weile anhalten, obwohl die Larven bereits wieder abgefallen sind.

Herbstgrasmilben oder Allergie?

Pfotenlecken ist ein unspezifisches Symptom. Auch Umwelt- oder Futtermittelallergien, Kontaktreaktionen, Hefepilze, bakterielle Hautinfektionen, Grannen, Verletzungen oder andere Parasiten kommen infrage.

Ein Hinweis auf Herbstgrasmilben ist die Kombination aus Jahreszeit, Aufenthalten auf Wiesen und plötzlich auftretendem Juckreiz an typischen Stellen. Stärkere oder anhaltende Beschwerden sollten tierärztlich abgeklärt werden.

Was kann ich nach dem Spaziergang tun?

Kontrolliere besonders: Pfoten → Zehenzwischenräume → Krallenfalz → Beine → Bauch.

Nach Spaziergängen über Wiesen können die Pfoten vorsichtig gereinigt und gut kontrolliert werden. Bekannte Flächen, nach deren Besuch dein Hund regelmäßig Probleme bekommt, solltest du während der Saison möglichst meiden.

Meine Pflege bei gereizten Pfoten: DOUXO S3 CALM Pads

Wenn die Haut an den Pfoten oder zwischen den Zehen gereizt ist, verwende ich selbst sehr gerne die DOUXO® S3 CALM Pads. Man kann die betroffene Stelle gezielt erreichen, ohne gleich den ganzen Hund baden zu müssen.

DOUXO S3 CALM wurde für juckende, gereizte und empfindliche Haut entwickelt. Ich verwende die Pads selbst und kann die DOUXO-Produkte allgemein sehr empfehlen.

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Wichtig: Pflege ist nicht gleich Parasitenbehandlung

DOUXO S3 CALM Pads töten keine Herbstgrasmilben. Ich nutze sie zur Pflege und Beruhigung gereizter Haut. Eine antiparasitäre Behandlung sollte mit dem Tierarzt abgestimmt werden.

Und was ist mit DOUXO S3 PYO?

Durch langes Lecken und Knabbern kann die Hautbarriere geschädigt werden. Für Hautprobleme durch Bakterien oder Pilze gibt es die Linie DOUXO® S3 PYO. Das bedeutet nicht, dass man bei jeder roten Pfote automatisch zu PYO greifen sollte. Stark entzündete, riechende, nässende oder deutlich veränderte Haut gehört zuerst abgeklärt.

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Wann sollte der Hund zum Tierarzt?

Abklären lassen würde ich es bei sehr starkem Juckreiz, dauerhaftem Lecken oder Knabbern, deutlich geröteter oder geschwollener Haut, offenen oder nässenden Stellen, Pusteln, starken Krusten, Schmerzen, Lahmheit, wiederkehrenden Beschwerden oder wenn die Ursache unklar ist.

Kann man Herbstgrasmilben vorbeugen?

  • bekannte Befallswiesen während der Saison meiden
  • Pfoten nach Spaziergängen kontrollieren
  • besonders genau zwischen die Zehen schauen
  • auffällige Hautstellen früh beobachten
  • bei wiederkehrenden Problemen geeigneten Parasitenschutz tierärztlich besprechen

Häufige Fragen

Kurz und klar.

Kann man Herbstgrasmilben mit bloßem Auge sehen?

Ja, manchmal. Die Larven sind extrem klein, können aufgrund ihrer kräftigen orangefarbenen Färbung aber als winzige Punkte auf der Haut auffallen.

Sind Herbstgrasmilben von Hund zu Hund ansteckend?

Nein. Die Larven werden aus der Umgebung aufgenommen. Eine direkte Übertragung von Tier zu Tier erfolgt nicht.

Wann treten Herbstgrasmilben besonders häufig auf?

In Mitteleuropa besonders während der warmen Monate im Spätsommer und frühen Herbst, vor allem zwischen Juli und Oktober.

Wo sitzen Herbstgrasmilben beim Hund?

Häufig betroffen sind Pfoten und Zehenzwischenräume, außerdem Beine, Bauch, Leistenregion und Ohren.

Helfen DOUXO S3 CALM Pads gegen Herbstgrasmilben?

Nicht gegen die Milben selbst. Die Pads sind zur Pflege juckender, gereizter und empfindlicher Haut gedacht.

Können Herbstgrasmilben auch Menschen befallen?

Ja. Die Larven können auch Menschen befallen und juckende Hautreaktionen auslösen. Sie stammen ebenfalls aus der Umgebung und werden nicht einfach vom Hund übertragen.

Fazit: Plötzliches Pfotenlecken im Spätsommer genauer ansehen

Wenn dein Hund im August oder September plötzlich beginnt, seine Pfoten intensiv zu lecken, lohnt sich ein genauer Blick zwischen die Zehen.

Herbstgrasmilben sind winzig – der Juckreiz, den sie verursachen können, ist es nicht.

Bei leicht gereizter Haut verwende ich persönlich gerne die DOUXO S3 CALM Pads. Die Pads ersetzen jedoch keine Behandlung der Parasiten und keine tierärztliche Diagnose.

Wenn aus gelegentlichem Pfotenlecken eine Dauerbeschäftigung wird, lohnt es sich herauszufinden, warum der Hund überhaupt leckt.

Medizinischer Hinweis

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung.

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